Laden...
Wir feiern 100 Jahre AWO2019-05-07T11:34:58+02:00

Wir feiern 100 Jahre AWO!

Im Jahr 1919 gründete die Frauenrechtlerin Marie Juchacz die AWO. Heute hat sich vieles verändert, doch Maries Werte und Ideen sind aktueller denn je und prägen die tägliche Arbeit unserer haupt- und ehrenamtlich Engagierten in Hamburg. Wir blicken zurück auf 100 Jahre Geschichte und gehen mit dieser Erfahrung in die Zukunft.

Das wollen wir feiern! Mit einem Senatsempfang Ende Januar 2019 startet die AWO Hamburg in ihr Jubiläumsjahr. Das ganze Jahr setzen wir Höhepunkte, zum Beispiel mit einer Aktionswoche, einem Buch über die AWO Hamburg sowie weiteren Events. Auf dieser Aktionsseite finden Sie regelmäßige Neuigkeiten über unser Jubiläumsjahr, Veranstaltungen und weitere Aktionen werden regelmäßig aktualisiert. Es lohnt sich also, wieder einmal vorbeizuschauen.

Alle Menschen sind herzlich willkommen, mit uns zusammen das Jubiläumsjahr zu feiern!

Feiern Sie mit uns die AWO Aktionswoche – vom 4. bis 12. Mai 2019

Die AWO-Aktionswoche 2019 vom 4. bis 12. Mai steht ganz im Zeichen des Jubiläums. Unzählige Einrichtungen öffnen ihre Türen, informieren über ihre Arbeit und laden ein, mitzumachen. Mehr als 60 Veranstaltungen warten auf Sie. Im Programmheft finden Sie alle Termine. Wir freuen uns auf Sie!

Hier können Sie einen Blick ins Programmheft werfen und es herunterladen.

Achtung Ankündigung:

Das Grillfest in Mümmelmannsberg findet am 9. Maium 15 Uhr im Gemeindezentrum Mümmelmannsberg (Ev.-luth. Kirche) in Hamburg Havighorster Redder 50, 22115 Hamburg statt. Das Grillfest wird veranstaltet vom AWO Haus Billetal, der Tagespflege sowie der SAGA.

Mitmach-Aktion: So sieht dein Hamburg von morgen aus

Wie sieht Ihr Hamburg von morgen aus? Wir finden: Hamburg muss sozial gerechter werden, dafür setzen wir uns jeden Tag ein. Wir wünschen uns ein tolerantes, gerechtes und freies Hamburg.

Schicken Sie uns Ihre Wünsche für ein lebenswertes Hamburg per E-Mail an kommunikation@awo-hamburg.de
Die Einsendungen kommen an unsere digitale Pinnwand.

Diese Wünsche von Hamburger*innen haben uns schon erreicht:

Mein Hamburg von morgen ist weltoffen. Die Alt- und Neueingesessenen wertschätzen ihr Hamburg und es gibt mehr Sonnentage am Elbstrand!

Hamburger*innen sind, werden und bleiben offen und engagiert für sich und andere.

Bunt, vielfältig und mit guter Luft!

Ein schöner Ort zum Leben in jedem Alter. Wo jede*r glücklich und frei sein kann.

Mehr Miteinander statt Gegeneinander – Hamburg solidarisch!

Ich wünsche mir mehr bezahlbare Wohnungen – auch mal mitten in Hamburg und nicht nur am Stadtrand.

Ich wünsche mir ein grünes Hamburg, in dem jeder Mensch in wenigen Minuten zu Fuß eine Grünfläche oder einen Park hat, mit grünem Gras, Blumen, Bäumen und frischer Luft.

Weniger Autos und Plastik! Und ich wünsche mir genügend Wohnraum für alle.

Ich wünsche mir ein offenes, kulturell vielfältiges Hamburg in dem alle gleichberechtigt sind.

Mein Hamburg hat geschlechtergerechte Toiletten!

Zur Geschichte der AWO

Die Frauenrechtlerin und Politikerin Marie Juchacz gründete am 13. Dezember 1919 mit Zustimmung des SPD-Parteiausschusses den „Hauptausschuss für Arbeiterwohlfahrt“ in Berlin. Marie Juchacz war außerdem die erste Frau, die in einem deutschen Parlament eine Rede hielt.  Mit Gründung der Arbeiterwohlfahrt im Jahr 1919 organisierte sich die soziale Fürsorge der Arbeiterschaft erstmals in der deutschen Geschichte in einem Verein. Dabei ging es vor allem um die Hilfe zur Selbsthilfe für die Arbeiterschaft, die sich mithilfe der AWO eigenverantwortlich organisierte – und nicht mehr auf Almosen angewiesen sein wollte. Aber auch um die Verteilung der Hilfsgüter nach dem Ersten Weltkrieg – damit auch die Arbeiterschaft und nicht nur die bürgerlich geprägten Wohlfahrtsvereine bedacht wurden.

Die Idee, solidarisch füreinander einzustehen und Hilfsbedürftige zu stärken setzte sich auch in Hamburg durch. Denn am Ende des Ersten Weltkrieges war die soziale Not groß: Kinder waren Waisen geworden, Kriegsheimkehrer mussten integriert werden und Familien hungerten. Durch den Krieg wurden beispielsweise Anbaugebiete zerstört und Wirtschaftsbeziehungen gekappt. Die Versailler Verträge hatten weitere wirtschaftliche und soziale Notlagen zur Folge.

Die Gründung der AWO in Hamburg

Am 5. Dezember 1919 fand auf Initiative des Hamburger SPD-Parteivorstandes die erste große Versammlung dazu statt – wenige Monate später gründeten die Sozialdemokraten den „Hamburger Ausschuss für soziale Fürsorge e.V., Ortsgruppe des Hauptausschusses für Arbeiterwohlfahrt in Berlin“. Heute zählt die AWO Hamburg mit etwa 3.000 Mitgliedern und rund 1.500 hauptamtlichen Mitarbeitenden zu den sechs Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege. In den Jahren nach ihrer Gründung half die AWO Hamburg insbesondere Kindern aus Arbeiterfamilien. So ermöglichte der Verband in den 1920er Jahren rund 100.000 Kindern den Besuch der „Ferienkolonie Köhlbrand“. Weitere Hilfsangebote entstanden für ältere Menschen und Erwerbslose. 1933 bis 1944 war die Arbeiterwohlfahrt im Zuge der NS-Diktatur verboten. Viele aktive AWO-Mitglieder litten unter Verfolgung.

Mit jedem Jahrzehnt mehr Hilfsangebote

Nach Kriegsende 1945 gründete sich die AWO bundesweit und in Hamburg als parteipolitisch und konfessionell unabhängige und selbständige Organisation neu und übernahm weitere aktuelle gesellschaftliche Aufgaben. Die Hilfsangebote konzentrierten sich jetzt nicht mehr nur auf Kinder, sondern insbesondere auf ältere Menschen. So entstanden in den 60er Jahren viele Seniorentreffs, die mittlerweile über 50 Jahre alt sind. Kitas wurden ins Leben gerufen und die Pflegeangebote ab Ende der 70er Jahre aufgebaut. Ein besonderer Schwerpunkt lag und liegt bis heute in der Beratung und Betreuung von Migrant*innen und Geflüchteten. Bereits in den 60er Jahren entstanden Ausländerberatungsstellen der AWO Hamburg.

Heute großer Arbeitgeber in Hamburg

Im Laufe ihrer 100-jährigen Geschichte hat sich die AWO Hamburg gewandelt, bedingt durch die unterschiedlichen gesellschaftlichen Ereignisse und Anforderungen. 1919 war sie ein hauptsächlich ehrenamtlich organisierter Wohlfahrtsverband, der sich für die sozialdemokratische Arbeiterschaft einsetzte. 100 Jahre später arbeiten rund 1.500 Mitarbeitende hauptamtlich für den Verband – damit zählt die AWO Hamburg zu den 60 größten Arbeitgebern der Stadt. Der Landesverband und seine sieben Tochtergesellschaften bieten vielfältige soziale Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen an. In den sieben Kreisverbänden engagieren sich etwa 850 Ehrenamtliche. Insbesondere die Werte der Solidarität, Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und Toleranz sind die verbindenden Elemente innerhalb der AWO.

Marie Juchacz. Foto: AdsD Friedrich Ebert Stiftung

Danke für Ihr Feedback!

Sie haben Fragen zum Jubiläumsjahr oder zu Veranstaltungen? Sie haben Anregungen, wie wir unseren 100. Geburtstag noch feiern könnten? Dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an:

Der Jubiläums-Blog

AWO-Erziehungsberatung Harburg feiert 10-jähriges Bestehen

Seit 2009 Anlaufstelle für ratsuchende Eltern in Harburg: Eltern, die Fragen zu Schulschwierigkeiten, zur Pubertät oder zu Entwicklungsstörungen ihres Kindes haben oder die sich nach der Trennung bzw. Scheidung um eine Einigung bemühen wollen, werden in der AWO-Erziehungsberatung in Harburg unterstützt.

Live aus dem Jubiläumsjahr

Auf unserer Facebook-Seite können Sie uns während des Jubiläumsjahres verfolgen. Wir sind unterwegs und geben Ihnen Einblicke in unsere Veranstaltungen, teilen spannende Fakten und Wissenswertes über die Geschichte der AWO Hamburg und sprechen mit Menschen vor Ort. Machen Sie gerne mit und teilen Sie Ihre Erlebnisse des Jubiläumsjahres via Facebook oder Instagram mit dem Hashtag #WIRMACHENWEITER

Die Mitmach-Challenge: Zeigen Sie die Zahl 100 auf kreative Art und Weise

Unsere Facebook-Seite ,,AWO Hamburg“ steht 2019 ganz im Zeichen des Jubiläums. Wir wollen die Zahl 100 auf vielfältige Arten darstellen und so die bunte Vielfalt der AWO in den sozialen Netzwerken zeigen. Das heißt: Jede*r, der oder die Lust dazu hat, stellt die Zahl „100“ in irgendeiner Form dar – mit Gegenständen, selbst gemalten Bildern, Menschen, die zusammen 100 Jahre alt sind und so weiter. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wer ist mit dabei? Ab sofort können Fotos an kommunikation@awo-hamburg.de gesendet werden. Nach Rücksprache veröffentlichen wir die ersten Fotos schon im Januar 2019 auf dem AWO Hamburg Facebook-Kanal. Die Aktion läuft das gesamte Jubiläumsjahr. Wir freuen uns über Ihre Einsendung!