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Aktiv in Harburg: STARTHILFE-Coaches

  • Das STARTHILFE-Team in Harburg.

So richtig „ernst“ wird es für Schüler*innen meistens erst dann, wenn die Schule vorbei ist und die Berufsentscheidung ansteht. Für die Heranwachsenden und ihre Eltern keine leichte Aufgabe. Zu diesen und anderen Themen stehen ihnen die Mentor*innen des Projekts „STARTHILFE-Schülercoaching“ der AWO Hamburg zur Seite – so auch in Harburg an der Stadtteilschule Ehestorfer Weg.

Schülerinnen und Schüler profitieren von den unterschiedlichen Erfahrungen der Coaches. Bei Fragen rund um die Berufswahl, aber auch bei Bewerbungen und anderen Lebensthemen unterstützen sie die Jugendlichen – wie beispielsweise an der Stadtteilschule Ehestorfer Weg.

An der Harburger Schule gibt es ein freiwilliges Team, das sich bei STARTHILFE engagiert. „Unser Engagement hat sich herumgesprochen, weil sich die‚ Eins-zu-Eins‘-Betreuung für die Jugendlichen wirklich auszahlt“, erzählt Mentorin Margret Sauer. „Wir sind so zu einem festen Ansprechpartner an den Harburger Schulen geworden.“ Die Coaches gestalten zusammen mit ihren Mentees die Treffen individuell nach den Bedürfnissen des Jugendlichen und den Kompetenzen des Coaches. Was meist mit einer einfachen Hausaufgabenhilfe beginnt, entwickelt sich oftmals zu einer echten Lebenshilfe. Dabei stehen die Coaches mit Tipps bei Bewerbungen beiseite, suchen gemeinsam mit ihrem Schüler oder ihrer Schülerin einen passenden Ausbildungsplatz, helfen bei Hausaufgaben oder bei anstehenden Prüfungen und geben ihre eigene Berufs- und Lebenserfahrung weiter.

Win-Win-Situation
STARTHILFE-Schülercoaching ist für beide Seiten ein Gewinn, wie Coach Ralf Mellin weiß: „Ich sehe hier eine Win-Win-Situation: Wir geben Wissen und Kenntnisse weiter an die Schüler und bekommen dafür den Blick der Jugendlichen auf die Welt zurück.“ Sein Kollege Rainer Domröse bekräftigt: „Ich freue mich, bei dem Projekt dabei zu sein, um meine Lebens- und Berufserfahrung weitergeben zu können.“

Margret Sauer, die ebenfalls mit im Team ist, hebt noch einen anderen Aspekt hervor – sie spricht hier aus eigener Lebenserfahrung: „Ich hätte in meiner Jugend gern einen Coach gehabt, der mir neben meinen Eltern Tipps für das Berufsleben gibt.“ Viele der Coaches haben einen großen Erfahrungsschatz, aus dem sie schöpfen, so wie beispielweise Holger Schulz: „Ich bin am Ende meines Berufslebens und professioneller Coach. Mit Jugendlichen zu arbeiten freut mich, weil ich so die Sicht der jüngeren Schüler auf die Welt kennenlerne.“

Coaches gesucht!
Gerade im Hamburger Süden sei der Bedarf an Hilfe und Unterstützung bei den unter 18-Jährigen besonders hoch, so die Meinung der Coaches. Ebenso gebe es immer mehr minderjährige Flüchtlinge, die dringend eine intensivere Begleitung in ihrem Schulalltag benötigen. „Es gibt jedes Jahr mehr Bewerbungen von Schülerinnen und Schüler als wir Coaches haben“, erzählt Margret Sauer. „Wir suchen ständig Menschen aus allen Lebens-und Berufsbereichen, die Jugendliche in ihrer Schullaufbahn oder bei dem Start ins Berufsleben begleiten.“

Wer sich für das Schülercoaching-Projekt interessiert, kann sich gerne informieren bei:

Jenny Fabig
Engagementförderung
AWO Landesverband Hamburg e.V.
Tel.: 040-41 40 23-41, Mail: info@starthilfe-hamburg.de

Über STARTHILFE
Das AWO-Coachingprojekt „Starthilfe“ hilft seit 2006 jungen Menschen in ihrem Alltag, der schulischen Laufbahn und begleitet sie in die Berufswelt. Mehr als 2.000 Hamburger Jugendlichen konnte seitdem geholfen werden. Aktuell engagieren sich über 180 ehrenamtliche Coaches an 16 Stadtteil-und Berufsschulen in ganz Hamburg. Mehr Informationen unter www.starthilfe-hamburg.de

2018-12-10T10:07:12+00:0010. Dezember 2018|