Die „AWO Altentagesstätte Jugendstraße“ wurde 1985 eröffnet

Ein Sommerfest zum 40-jährigen Jubiläum: Treffbesucher*innen und Gäste blickten bei einem großen Kaffee- und anschließendem Grillbuffet im AWO Aktivtreff Stellingen auf bewegte Jahrzehnte und das Eröffnungsjahr 1985 zurück. Damals war die „AWO Altentagesstätte Jugendstraße“ vor allem ein Treffpunkt für den gemeinsamen Klönschnack bei Kaffee und Kuchen, für Skatgruppen, Sing- und Kochgruppen sowie Ausgangspunkt für gelegentliche Ausflüge wie die „Butterfahrten“, zum Beispiel nach Helgoland. Seitdem hat sich am Programm des heutigen „AWO Aktivtreffs Stellingen“ einiges verändert:
Heute lernen Senior*innen im AWO Treff den Umgang mit Smartphone, Tablet und Co, halten sich in Sportgruppen wie der Hockergymnastik oder Yoga-Gruppe fit oder teilen ihre Freude an Rhythmen und Musik bei der Trommelgruppe. Außerdem bietet Treffleiterin Annegret Ptach und ihr Helferteam regelmäßige Ausflüge, wie zum Beispiel ins Kino oder Theater sowie Stadtteilrundgänge an. „Wir haben von Anfang an immer viel ausprobiert. Wichtig war immer: Was möchten die Leute wirklich? So hat sich das Angebot nach und nach verändert – durch Ausprobieren, Schauen, was gut ankommt, und Weiterentwickeln“, erklärt Annegret Ptach, Leitung des AWO Aktivtreff Stellingen.

Was aber auch nach 40 Jahren unverändert geblieben ist: Der AWO Aktivtreff ist nach wie vor ein Ort der Gemeinschaft, des Austauschs und der Solidarität, an dem jederzeit auch neue Gäste herzlich willkommen sind!

„Am Anfang sind wir noch mit Flyern durch die Nachbarschaft gelaufen“

Interview mit der Treffleiterin Annegret Ptach

Wie lange leitest Du den AWO Aktivtreff Stellingen schon und was gefällt Dir am meisten an Deiner ehrenamtlichen Arbeit?

Ich leite den AWO Aktivtreff Stellingen seit dem Jahr 2016. Besonders gefällt mir an meiner Arbeit, dass ich viele neue Leute kennenlerne und dass ich immer beschäftigt bin. Und dass ich auch mit 76 noch so tue, als ob ich jeden Tag arbeite! (lacht) Außerdem freue ich mich jeden Tag über meine tollen Helfer, die jeden Blödsinn mitmachen, den ich verzapfe.

Wie erinnerst Du die Anfangszeit im Treff und was waren wichtige Stationen in Deinen knapp 10 Jahren als Treffleitung?

Ganz am Anfang sind wir mit Flyern durch die Nachbarschaft gelaufen und haben quasi jeden Senior im Viertel mit Handschlag begrüßt und eingeladen, doch einmal vorbeizukommen. Nach einigen Aktionen wie einem günstigen Frühstückangebot und großen Werbeplakaten füllte sich unser AWO-Treff dann.
Gerne erinnere ich mich an unsere „Mittagessen to go“- Aktion aus der Corona-Zeit zurück. Unsere Treffbesucher*innen konnten sich wöchentlich wechselnde Menüs bei uns am Treff abholen. Wir hatten gesehen, dass Cornelia Poletto auch so etwas ähnliches anbietet und ich dachte mir: Das können wir doch auch!

Wie habt ihr Euer Angebot im Treff über die Jahre immer weiterentwickelt?

Wir haben von Anfang an immer viel ausprobiert – beispielsweise gab es bei uns schon Bastel-Angebote, Malkurse, einen Gedächtnis- und Englischkurs. Manche Angebote werden gut angenommen, andere gar nicht. Also habe ich geschaut, was andere so anbieten, habe Ideen übernommen und angepasst. Wichtig war immer: Was möchten die Leute wirklich? So hat sich das Angebot nach und nach verändert – durch Ausprobieren, Schauen, was gut ankommt, und Weiterentwickeln.